Attentions goes, where energy flows

Die Digitalisierung automatisiert oder eliminiert viele unserer Routinearbeiten. Bestand haben vermehrt die komplexen Teamaufgaben, welche Lebendigkeit und Kreativität erfordern. Wie lässt sich also der Schaffensrausch der Einzelarbeit, auch im Team erleben, um gemeinsam Grossartiges zu erreichen?

Vom individuellen Schaffensrausch..

Mein Blick schweift über das Engadiner Hochtal. Beeindruckt vom Bergmassiv mit seinen spitzen Höhen, den schmalen Graten und blauen Bergseen, sitze ich in einem CoWorking Space und führe mir meine Existenz vor Augen. Der wilde Ausblick beruhigt mich. Es herrschen perfekte Bedingungen für kognitive und kreative Höchstleistungen. Ich vergesse die Zeit, ich vergesse mich selbst. Meine ganze Aufmerksamkeit gehört der Aufgabe. Ich bin im Flow, wie es so schön und richtig heisst. Ein Zustand des völligen Einsseins mit einer Tätigkeit.

Bereits 1975 beschrieb Mihály Csíkszentmihályi das Flow-Erleben als beglückendes Gefühl. Das Konzept basiert sogar auf noch früheren Ansätzen um 1900, wie beispielsweise Maslow’s «peak experience», Montessori’s «Polarisation der Aufmerksamkeit» oder Hahn’s «schöpferischen Leidenschaft». Wir Menschen streben stets nach Entfaltung – am liebsten mit sinnvollen und wertbringenden Kreationen. Und gerade für Unternehmen sind glückliche und leistungsfähige Mitarbeitende von zentraler Bedeutung. Doch die gewinnbringenden Innovationen werden selten im Alleingang von einzelnen Mitarbeitenden erbracht, sondern sind konzertierte Team-Innovationsleistungen.

..über das Innovationslabor..

Thomas Edison gründete im 19. Jh. das erste industrielle Innovationslabor mit bemerkenswertem Output an marktreifen Produkten. Edisons Erfolg basierte auf einem wichtigem Design- Kriterium: Sein Labor war als offener Raum der Kommunikation und Zusammenarbeit konzipiert, ohne Barrieren zwischen einzelnen Forschenden aus unterschiedlichen Disziplinen. Das offene Design des Labors förderte Nähe und Sichtbarkeit untereinander und garantierte eine hohe Transparenz der Prozesse. Auch 100 Jahre später, hat die strategische Gestaltung des Arbeitsumfeldes mit flexiblen Anstellungsmodellen, mobilen Cloud-Systemen und agilen Arbeitsmethoden noch immer einen massgeblichen Einfluss auf den Unternehmenserfolg.

In welchen Arbeitswelten bringen wir nun all das zusammen – die schöpferischen Mitarbeitenden, die agilen Projektteams und die innovativen Unternehmen? Eine Weiterentwicklung von Edisons Innovationslabor in Kombination mit agilen Methoden schafft neue Räume, die unsere Energien bündeln und Innovationskraft steigern. So erleben wir den individuellen Schaffensrausch der Einzelarbeit auch gemeinsam als Team-Flow!

..zum Raum der Resonanz

Wie können wir uns nun das Innovationslabor des 21.Jh. vorstellen? Wir haben einen Versuch gewagt, den «Ideation Space» konzipiert und damit wichtige Erkenntnisse gewonnen. Diese möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

In erster Linie steht der Raum für starke soziale Beziehungen und bietet hierfür eine physische Plattform. Teamspirit und das gemeinsame Flow-Erleben stehen im Zentrum. Mittels Kreativmethodik, wie beispielsweise Design Thinking oder Lean Startup, wird eine gemeinsame Fragestellung gelöst und Ideen getestet. Eine Vielzahl an horizontalen, vertikalen und mobilen Flächen zur visuellen Kommunikation helfen uns dabei die Denkprozesse zu strukturieren. Zudem steht ein reichhaltiger Werkzeug- und Methodenkoffer zur Verfügung, mit dem sich Ideen und Prozesse schon als erste Prototypen darstellen lassen. Das Innovationslabor des 21.Jh. ist in diesem Sinne ein Raum der Resonanz: ein schwingender Körper, bestehend aus den Elementen Energie, Methodik und Material.

Es lohnt sich das Experiment „Ideation Space“ zu wagen. Das Ergebnis wird Sie direkt von den Schweizer Ostalpen in den Himalaya befördern.


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