«Beim Call ist jetzt die Kamera an»

#newworkingnormal nach Corona. Heute erzählt Stefanie Haag von Swisscom im Rahmen unserer Blog-Serie, wie es war und wie es weitergeht.


Stefanie, wart ihr bei Swisscom auf die Corona-Krise vorbereitet?

Stefanie Haag: Kaum ein Unternehmen war auf eine solche Krise vorbereitet. Swisscom fördert bereits seit Jahren Arbeitsformen wie Home Office. Innert kurzer Zeit arbeitete der Grossteil unserer Mitarbeitenden von zuhause aus. Somit konnten wir uns darauf konzentrieren, den massiven Anstieg bei der Nutzung von Telefonie und Internet aufzufangen. Wichtig war in dieser Zeit die Stabilität unserer Netze und der rasche Ausbau der Netzkapazitäten. Parallel dazu haben wir unseren Kundinnen und Kunden Services und Produkte zur Verfügung gestellt, damit auch sie sich rasch auf die neue Situation rund um Corona einstellen konnten. Daneben fokussierten wir auf die Gesundheit unserer Mitarbeitenden. Bereits seit Februar informieren wir via Intranet über die Entwicklung, geben Tipps, beantworten Fragen rund um Corona und helfen bei Schwierigkeiten.

Du sagst, der "Grossteil" eurer Mitarbeitenden sei im Home Office geblieben. Was heisst das konkret?

Rund 85 Prozent unserer Mitarbeitenden. Das sind annähernd alle Mitarbeitenden, die für die Aufrechterhaltung des Betriebs nicht zwingend vor Ort sein müssen. Die Umstellung passierte im März und war organisatorisch sehr schnell vollzogen.

Welche Arbeitsbestimmungen hat Swisscom beschlossen?

Swisscom legt seit Beginn der Corona-Krise Wert darauf, dass die Empfehlungen des BAG strikt eingehalten werden. Meetings werden online durchgeführt. Strategisch wichtige Teams wurden getrennt, so dass die Einsatzfähigkeit auch langfristig gewährleistet werden kann. Die Reisetätigkeit auch innerhalb der Schweiz wurde weitestgehend eingeschränkt, und die Hygienemassnahmen besonders dort massiv verstärkt, wo Kundenkontakt erfolgt: beispielsweise in den Shops, an Baustellen oder bei Einsätzen unserer Service-Techniker. Dank dieser Massnahmen konnten wir unsere Mitarbeitenden und Kundschaft schützen und gleichzeitig unserem Grundversorgungsauftrag für die Schweiz nachkommen.

Was nimmt Swisscom daraus mit? Und du selber?      

Mein Team als Beispiel: Wir haben auch vor Corona an unterschiedlichen Orten gearbeitet. Geändert hat sich eigentlich nur, dass wir beim Call die Kamera einschalten, damit wir einander sehen. Das werden wir vermutlich beibehalten. Persönlich habe ich gelernt, dass praktisch alles im Home Office erledigt werden kann und nicht ans Büro oder an physische Treffen gebunden ist, damit es gelingt.

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Also künftig ganz ohne Büro und persönliche Begegnungen?   

(lacht) Nein, natürlich nicht ganz. Ich selber schätze zwar sehr, dass ich die Möglichkeit habe, von zuhause aus zu arbeiten. Jedoch freue ich mich auch wieder auf die Treffen mit meinen Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Wir alle konnten positive und negative Erfahrungen im Home Office machen. Ich hoffe, dass wir diese Erfahrungen in den "normalen" Arbeitsalltag mitnehmen, daraus lernen und ortsunabhängige Arbeitsformen an höherer Akzeptanz gewinnen.