Digital vernetzt, räumlich mobil – und maximal analog

Homeoffice, Jobsharing, Freelancer- und projektbezogene Zusammenarbeit – zeitlich und räumlich ungebunden, so sieht die flexible Arbeitswelt von morgen aus. Dank moderner digitaler Kommunikationstechnik ist Datenaustausch und virtuelle Vernetzung schon heute problemlos machbar. Ganz ohne den persönlichen Austausch wird es jedoch auch nach wie vor nicht gehen. Nicht umsonst kommt das Bedürfnis nach sozialen Beziehungen gleich nach den physiologischen und den Sicherheitsbedürfnissen. Der Verlust an unmittelbarem Austausch ist daher bei ortsungebundenem Arbeiten, insbesondere bei Freelancer-Tätigkeiten, ein nicht zu unterschätzender Faktor. Auch der Trend zu Co-Working zeigt: Neben den finanziellen Vorteilen einer Gemeinschaftsnutzung von Büroflächen nimmt die Vernetzung und der persönliche Austausch mit anderen einen hohen Stellenwert ein.
Für Unternehmen stellt sich folglich die Frage, wie sie flexibles Arbeiten ermöglichen und gleichzeitig den nötigen zwischenmenschlichen Austausch und den persönlichen Kontakt im Team gewährleisten können.

Unabhängig davon lassen sich bestimmte Prozesse nur schwer digitalisieren. Der Wissenstransfer im Team und das Arbeiten an gemeinsam genutzten Dokumenten und Dateien lässt sich unkompliziert auf virtuellen Plattformen abbilden. Anders sieht dies aus bei Team- oder Changeprozessen, bei denen Kreativität und innovatives Denken gewünscht ist. Oder bei komplexen Planungen und Strategieentwicklungen. Hier stösst die digitale Zusammenarbeit schnell an ihre Grenzen und der reale Austausch vor Ort ist gefragt. Workshop-Methoden und Innovationstechniken können hierbei kreative Impulse auslösen sowie Interaktion und Team-Dynamik fördern. So betont Martin Kleibrink, Architekt und Spezialist für innovative Bürokonzepte: „80% aller Ideen und Innovationen entstehen durch Face-to-Face Kommunikation.“
Auf dieser Basis setzen auch Konzepte wie Design-Thinking und Scrum an. Sie ermöglichen lösungsorientierte, agile Zusammenarbeit und bringen eine völlig neue Komponente ins Spiel – eine auf Kollaboration ausgerichtete Art der Zusammenarbeit, die das Potential Mensch in den Mittelpunkt stellt. Teamwork, das begeistert und gemeinschaftsbildend wirkt – wie positiv sich dies auf Motivation, Engagement und Leistung auswirkt, ist allseits bekannt.
Dem Wunsch nach konkretem physischen Austausch wird bislang jedoch meist nur durch Büro-Arbeitsplätze oder standardisierte Meetingräume vor Ort Rechnung getragen. Ein motivierendes und inspirierendes Ambiente sieht eigentlich anders aus. Nicht umsonst ist der Hype um Ideation Rooms und Google-Offices sowie das Interesse an Locations wie der memox.world gross.

Gefragt sind modulare Raumkonzepte, bei denen die Flächen optimal und multifunktional genutzt werden können und die sich beliebig an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen. Dies wird in Zukunft auch aufgrund von zunehmender räumlicher Verdichtung ein gewichtiger Faktor bei Office-Konzepten sein. So oder so sind auf Multifunktionalität angelegte Räume ganz im Sinne von Unternehmen zu sehen, denn effizientere Raumnutzung steigert die Wertschöpfung und bietet Kosteneinsparungspotenzial. Zudem leistet sie einen nachhaltigen Beitrag zu weniger Flächenversiegelung insgesamt.

Bei innovativen Büro-Konzepten sollte zentrales Kernstück künftig eine grosse Workshop-Fläche für Teamarbeit sein mit innovativen Tools, die zum Dialog anregen. Idealerweise schaffen diese Raum für Inspiration und sind flexibel und multifunktional einsetzbar. So versteht es sich beispielsweise von selbst, dass genügend Whiteboard-Fläche zur Verfügung steht, die modular kombinierbar ist, um verschiedenen Work-Settings gerecht werden zu können.
Zudem braucht es Rückzugsorte für Meetings im kleinen Kreis oder ungestörte Telefonate, flexibel nutzbare Co-Working-Arbeitsplätze im Gemeinschaftsbüro und Relax Bereiche für kreative Auszeiten.


Ein Beispiel für ein derartiges Office-Konzept ist die memox.world in Zürich Albisrieden. Auf 400 m2 bieten fünf innovativ ausgestattete Bereiche vielfältige Möglichkeiten. Die Flexibilität und Beweglichkeit der Einrichtung spiegelt die Vision der zukünftigen Arbeitswelt wider, in der jeder seinen Arbeitsraum so gestalten kann, wie es für ihn am effektivsten ist. Das Ganze versteht sich als agiles Konzept, das sich dynamisch den sich wandelnden Bedürfnissen der Arbeitswelt anpassen wird.

Dies zeigt den Wandel im Bedürfnisprofil von Office-Settings auf: Früher stand vor allem die Bereitstellung von Infrastruktur für die Aufgabenbewältigung des Einzelnen im Fokus, heute gilt es "vor Ort" die Interaktion und Zusammenarbeit zu fördern.
Unternehmen sollten folglich zukünftig ihre Vision der Zusammenarbeit neu definieren und (Büro-)Orte schaffen, bei denen primär die Förderung einer dialogorientierten Zusammenarbeit durch eine motivierende Workshop-Umgebung im Zentrum steht.
Es braucht inspirierende reale Räume, die für Teamarbeit genutzt werden können. Mit einer Ausstattung, die eine effiziente Kommunikation ermöglicht – neben Videokonferenzen und co-creation-Plattformen. Orte, die zu einem neuen Workstyle inspirieren.

Wer solche Orte schafft, fördert nicht nur das kreative Potential seiner Teams und einzelnen Mitarbeitern und steigert deren Motivation (sowie per se seine Attraktivität als Arbeitgeber), sondern ermöglicht Effizienz in Interaktion und eine produktive Zusammenarbeit.

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