Flexibel Arbeiten ist nachhaltig!

Immer mehr Firmen erkennen die Relevanz einer nachhaltigen Entwicklung und integrieren Nachhaltigkeitsziele in ihre Unternehmensstrategien. Häufig mangelt es jedoch an deren konkreter Umsetzung im Unternehmensalltag und dem Einbezug der Mitarbeiter. Indem Unternehmen ihren Mitarbeitenden flexible Arbeitsweisen ermöglichen, können sie auf einfache Weise einen Beitrag zu mehr betrieblicher Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung leisten.

Mit flexiblen Arbeitsmodellen CO2 sparen

Im Moment dominieren in den Schweizer Unternehmen nach wie vor klassische Arbeitsstrukturen mit festen Präsenzzeiten. Dies hat zur Folge, dass ein Grossteil der Arbeitnehmer täglich mehrere Kilometer zur Arbeit pendeln muss. Auch, wenn viele Arbeitnehmer ihren Arbeitswegs mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen, verursacht der Pendlerverkehr einen beachtlichen Anteil an CO2 Emissionen. 37% der gesamten CO2 Emissionen der Schweiz stammen aus dem Verkehr, davon werden 66% von Personenwagen verursacht (Quelle: BFS). Hinzu kommt, dass die Schweizer Autobahnen und das öffentliche Verkehrsnetz zu Stosszeiten bis auf das Maximum ausgelastet sind. Dies macht das tägliche Pendeln zur Arbeit oder Dienstreisen nicht nur zeitraubend sondern auch zum Stressfaktor.

Ressourcenschonung durch flexibles Arbeiten

Ganzheitlich betrachtet können flexible Formen des Arbeitens auf drei Ebenen zur Schonung unserer Ressourcen und somit zur Nachhaltigkeit von Unternehmen beitragen:

  • Natürliche Ressourcen: Ein Unternehmen, welches seinen Mitarbeitern das Arbeiten von zu Hause aus oder Remote Working nahe des Wohnortes ermöglicht, trägt entscheidend zur Schonung unserer natürlichen Ressourcen bei, indem der Pendlerverkehr reduziert und somit der CO2 Ausstoss verringert wird. Als Beispiel: In einem Dienstleistungsunternehmen arbeiten 250 Mitarbeiter, von denen 65% ihren durchschnittlichen Arbeitsweg von 15 km mit dem PKW, 32% mit ÖV und 3% mit dem Velo zurücklegen. Würde dieses Unternehmen einen Homeoffice-Tag pro Woche für alle Mitarbeiter einführen, könnte pro Jahr ca. 26 Tonnen CO2 eingespart werden (berechnet mittels mobitool). Vor allem bei Angestellten im Büro lassen sich alternative Arbeitsstrukturen wie Homeoffice dank neuester technischer Möglichkeiten ohne viel Aufwand in den Unternehmensalltag integrieren. Mit Hilfe von Tele- oder Videokonferenzen können beispielsweise Meetings abgehalten werden, ohne dass alle teilnehmenden Personen vor Ort sein müssen. Auf diese Weise kann auch die ein oder andere Dienstreise mit dem Auto oder dem Zug eingespart werden. Immer mehr Menschen nutzen zudem das Angebot an shared working spaces. Diese Art der flexiblen Büronutzung in Kombination mit dem Arbeiten im Homeoffice bietet Unternehmen die Möglichkeit ihren Bestand an festen Büroräumen und den damit verbundenen Verbrauch an Baumaterialien und Energie zu reduzieren.
  • Persönliche Ressourcen: Indem Unternehmen flexible Arbeitszeiten einführen, erlauben sie den Mitarbeitern, selbst zu entscheiden, wann und wie sie ihre persönlichen Ressourcen am besten einsetzen um am produktivsten arbeiten zu können. Die Zeit, welche Mitarbeitende im Homeoffice und Remote Working durch den Wegfall des Arbeitsweges einsparen, können sie effektiv zur Erholung und Entspannung nutzen. Mitarbeiter, die regelmässig längere Strecken auf Arbeit pendeln, fühlen sich gestresster als ihre Kollegen, welche einen kürzeren Arbeitswegs haben (Quelle: Studie von Stutzer und Frey). Flexible Arbeitszeiten und Homeoffice können daher stressbedingten Krankheiten vorbeugen und sorgen nicht zuletzt dafür, dass die Mitarbeiter glücklicher und ausgeglichener sind und ihre Energie gewinnbringender während der Arbeit einsetzen können.
  • Betriebliche Ressourcen: Nicht nur die Mitarbeiter sondern auch die Betriebe selbst profitieren direkt von den Vorteilen flexibler Arbeitsweisen. Durch Homeoffice-Nutzung kann ein Unternehmen die Anzahl an fixen Büroplätzen reduzieren und damit Kosten sparen. Coworking Büros bieten zudem die Möglichkeit zum Informationsaustausch mit Anderen. Dies kann eine Quelle für Inspiration und Innovation sein. Die Möglichkeit zu haben im Homeoffice und zu selbst bestimmten Zeiten zu arbeiten bedeutet für viele Mitarbeitende entgegengebrachtes Vertrauen von Seiten des Unternehmens. Dies wiederum wirkt sich positiv auf die Mitarbeitermotivation aus. Nicht zuletzt können sich Unternehmen, welche flexible Arbeitsweisen ermöglichen, als verantwortungsvolle und zukunftsgewandte Arbeitgeber positionieren und auf diese Weise die Mitarbeiterbindung erhöhen und junge Talente anziehen.

Damit Mitarbeitende wie Betriebe die Vorteile des flexiblen Arbeitens nutzen können, ist es einerseits wichtig, dass Unternehmen die Rahmenbedingungen hierfür schaffen, andererseits diese Optionen aber auch aktiv innerhalb der Organisation „vermarkten“ und die Nutzung dieser Möglichkeiten positiv in der Unternehmenskultur verankern. Eine Option wäre beispielsweise Tele- und Videokonferenzen als festen Bestandteil bei Meetings zu etablieren und somit Mitarbeitenden das Arbeiten im Homeoffice zu vereinfachen.


Eine Möglichkeit um Work Smart Prinzipien auf einfache Weise in die Unternehmenskultur zu integrieren bietet die schweizweite „We Act Challenge“, welche dieses Jahr vom 4. - 24. September zum Thema Ressourcen stattfindet. Beim dreiwöchigen Teamwettbewerb werden auf spielerische Weise das Bewusstsein für ressourcenschonenden Verhaltensweisen und flexible Arbeitsformen bei Mitarbeitern gefördert.

Work Smart Charta Unterzeichner erhalten 15% Rabatt für die We Act Challenge 2017 (Promocode: WorkSmart17) Anmeldeschluss ist der 21. August 2017

Diskutieren Sie mit