So war die erste Work Smart Week

Wie arbeiten wir in Zukunft? Im Rahmen der Work Smart Week haben letzte Woche spannende Diskussionen rund ums flexible Arbeiten stattgefunden. Wir zeigen Ihnen die aktuellen Trends auf.

Flexibles Arbeiten bedeutet ein Umdenken der Arbeitsplätze. Das Grossraumbüro stösst dort an seine Grenzen, wo Mitarbeitende häufig telefonieren müssen und sich so gegenseitig ablenken. Geeigneter sind bewusst gestaltete Raumtypen, die bestimmte Verhaltensmuster unterstützen. Wer telefoniert im Grossraumbüro oder wer geht dafür auf den Gang oder in eine Büro-Telefonkabine? Wo arbeitet man konzentriert? Wo in Gruppen? Bei einer Neugestaltung der Arbeitsumgebung braucht es entsprechende Zonen, beispielsweise kleine Nischen als Denk- oder Besprechungszonen, Talkzonen, wo der Austausch gefördert wird oder Kreativzonen für Workshops und Brainstormings. Solche räumlichen Umgestaltungen müssen begleitet werden. So werden Menschen in einem Kreativraum nicht automatisch kreativ, sondern müssen lernen, umzudenken. Swisscom setzt dabei auf die Methode und Mittel von Human Centered Design, einer Designmethode, die den Nutzer und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt.

Vertrauen und Selbstmanagement

Flexibles Arbeiten muss in den oberen Etagen vorgelebt und gutgeheissen werden, aber es kann nicht von oben herab verordnet werden. Häufig unterwegs oder zu Hause zu arbeiten verlangt gegenseitiges Vertrauen und viel Kommunikation. So müssen alle in einem Unternehmen, vor allem auch diejenigen, die nicht flexibel arbeiten können oder wollen, in den Wandlungsprozess miteinbezogen werden. Nur wenn das gesamte Unternehmen an einem Strang zieht, wird flexibles Arbeiten zum Erfolg und Misstrauen und Neid umgangen. Unternehmen sind dabei aufgerufen, die Charta der Work Smart Initiative zu unterzeichnen oder im neuen Leitfaden für Arbeitskräfte zu stöbern, der mehr über die Führung von flexibel arbeitenden Teams verrät.

Im Zeichen der Digitalisierung

Das digitale Zeitalter hat längst begonnen. Jetzt gilt es, sich der neuen Realität anzupassen. Unternehmen müssen nicht nur neue Geschäftsprozesse und –modelle definieren, sondern auch neue Arbeitswelten. Rund ein Viertel der Schweizer Arbeitsnehmenden, vornehmlich in der Dienstleistungsbranche, arbeitet heute schon mobil, 54 Prozent könnten es aber aufgrund ihrer Tätigkeit sein. Neue Formen der Zusammenarbeit sind gefragt. Voraussetzungen, damit flexibles Arbeiten zur Win-win-Situation wird, sind eine gute Einbindung ins Unternehmensnetzwerk sowie optimale Software- und Kommunikationswerkzeuge. Zudem muss das Unternehmen klare Regelungen für Heimarbeit aufstellen, die von den Vorgesetzten oder von der Personalabteilung getragen werden. Flexibles Arbeiten soll als Ergänzung zur Arbeit im Büro verstanden werden, auf Freiwilligkeit basieren und den Aufgaben entsprechend eingesetzt werden. Wichtiger wird auch, die Auslastung im Auge zu behalten und den persönlichen Austausch im Team und mit Kollegen aktiv zu planen und zu pflegen.

Die Work Smart Initiative in Zukunft

Auch in Zukunft wird die Work Smart Initiative die Diskussion rund um flexible Arbeitsmodelle in der Schweiz vorantreiben und periodisch Studien und Events durchführen. Daneben braucht es aber auch Arbeitgeber, welche flexible Arbeitsmodelle im eigenen Unternehmen umsetzen und vorantreiben. Work Smart wird deshalb in den kommenden Monaten versuchen, möglichst viele Arbeitgeber zur Unterzeichnung der Charta zu bewegen.

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